News 2011

Vielseitigkeit - Die Krone der Reiterei

von Mareike Roszinsky am 26. Juli 2011

Die Vielseitigkeit war schon immer ein fester Bestandteil des Kreisturniers. Trotzdem lässt die Beteiligung zu wünschen übrig. Der RC Gut Neuhaus sicherte sich sowohl die Kreis- als auch die Jugendstandarte.

“Die Vielseitigkeit wird nicht umsonst als die Krone der Reiterei bezeichnet”, weiß Friedhelm Tillmann, Vorsitzender des RC Gut Neuhaus. “Dressur, Gelände und Springen, das fordert Pferden und Reitern eine Menge ab. Und erfordert auch eine entsprechende Ausbildung!” Deshalb ist die Vielseitigkeit immer schon ein fester Bestandteil des Kreisturniers.

Hatten in den vergangenen Jahren regelmäßig die Aktiven des RV Haus Kierst vom Stall Münke – eine Vielseitigkeitshochburg im Rheinland – ein Abo auf die Standarten, waren es in diesem Jahr die Teams des Gastgebers, die den Ton angeben. Der RV Haus Kierst war aufgrund der parallel laufenden Rheinischen Meisterschaften der Vielseitigkeit nicht am Start.

Der RC Gut Neuhaus sicherte sich Kreis- und Kreisjugendstandarte. “Toll”, freute sich Trainer Friedhelm Tillmann, der hofft, so weiteren Reiternachwuchs nicht nur aus seinem Stall für die Vielseitigkeit begeistern zu können. In der “großen Wertung” nutzte der RC Gut Neuhaus den Heimvorteil voll aus und stellte alle drei Teams auf dem Treppchen.


Sicherten sich die Kreisstandarte: (v.l.) Vanessa Krüger, Isabell Krüger, Anne Hoppe, Michaela Kraft (RC Gut Neuhaus). Foto: S. Büntig

Das siegreiche Quartett mit Michaela Kraft auf Acosia T, Isabell Krüger auf Acotime T, Vanessa Krüger auf Griaca T und Anne Hoppe auf Clickty Split kam auf 2168 Punkte. In der Einzelwertung hatte Jessica Dorok-Heinen auf Giepetto die Nase vorn. Sie kam mit 46,5 Minuspunkten aus der Dressur, blieb in Gelände und im Parcours fehlerfrei und bescherte dem erst kürzlich gegründeten RV Torfgraben Bergerhof damit den ersten Titel.

Die Kreisjugendstandarte ging erneut an den Gastgeber: Rebecca Endler auf Abassara T, Jaqueline Endler auf Quästor, Bianca Hensen auf Daphne T und Magali Matzner auf Diva zeigten die beste Teamleistung. Silber ging an das Quartett des RFV Liedberg, Bronze an das zweite Team des RC Gut Neuhaus.


Die Jugendstandarte präsentieren: (v.l.) Jaqueline Endler, Rebecca Endler, Bianca Hensen, Magali Matzner (RC Gut Neuhaus). Foto: S. Büntig

In der Einzelwertung galoppierte Lisa Kamper vom RFV Liedberg auf Feuerdorn ganz nach vorne, verwies Jaqueline Endler und Fabienne Wickel (RV Uedesheim-Stüttgen) auf Aziz auf die weiteren Podestplätze. Der guten Leistungen in der Vielseitigkeit zum Trotz hätte sich Friedhelm Tillmann mehr Beteiligung seitens der Vereins gewünscht: Nur zwei Vereine hatte Teams für die Kreisstandarte an den Start geschickt, alleine drei Teams kamen vom RC Gut Neuhaus; für die Kreisjugendstandarte waren drei Vereine am Start.

Tillmanns Appell: “Führt die Jugendlichen an die Vielseitigkeit heran.” Er wünscht sich eine “kleine Renaissance der Vielseitigkeit” im Rhein-Kreis – und spricht damit dem KPSV-Vorsitzenden Lutz Bartsch aus der Seele. “Die Standarten verkörpern das, worum es bei unserem Kreisturnier besonders für den Nachwuchs geht: um Teamgeist und eine vielfältige Ausbildung im Sattel.” Es wäre doch schade, wenn diese Prüfungen aufgrund fehlender Starter verloren gingen, so Bartsch.

Daniela Theelen ist Rheinische Meisterin

Mit nur einem Abwurf aus insgesamt drei Springen und vier Runden sicherte sich Daniela Theelen zum ersten Mal einen Rheinischen Meistertitel. Der Schützling von Frederic Tillmann gewann Gold im Springen der Junioren.

Die Nachwuchsreiterin ging mit ihrer Stute Dorgia T völlig unbelastet in den zweiten Umlauf des heutigen Finalspringens, einer Springprüfung der Klasse S*. Dort klapperte es dann einmal doch der Meistertitel war Daniela Theelen damit nicht mehr zu nehmen. Mit dieser Leistung heimste sie zudem noch die blaue Schleife für Platz vier im dritten Springen ein!

Sabina Kamp Rheinische Vizemeisterin

Vor der letzten Wertungsprüfung hatten Sabine Kamp und Comic lediglich 4,25 Strafpunkte auf das Konto. Und auch in der abschließenden Springprüfung der Klasse S** mit 2 Umläufen behielten die Nerven und kassierten lediglich einen Abwurf im 2. Umlauf. Damit belegten Sie nicht nur Platz 2 in der 3. Wertungsprüfungen sondern sicherten sich auch den Vizemeistertitel bei den Jungen Reitern.

Tillmann wird zum Derby-Star

VON MAREIKE ROSZINSKY

Pulvermanns Grab hat seinen Schrecken verloren für Gilbert Tillmann. Seinen vierten Start beim traditionsreichen Deutschen Springderby in Hamburg krönt der Grevenbroicher mit Platz vier.

Hamburg/Neukirchen Zum vierten Mal galoppierten Springreiter Gilbert Tillmann und sein Pferd Hello Max am Sonntagnachmittag in den legendären Parcours von Eduard Pulvermann – und schlugen den Favoriten im 82. Deutschen Springderby wieder einmal ein Schnippchen. Der Hufschmied aus Grevenbroich und der 17-jährige Wallach sprangen in dem als schwerstem Parcours der Welt titulierten Kurs auf einen grandiosen vierten Platz (die NGZ berichtete).

Tillmann, der bereits 2007 Elfter und 2009 Fünfter in Hamburg geworden war, jubelte ausgelassen und verdrückte sogar die ein oder andere Träne: "Das ist ein super Ergebnis. Ich hätte nie gedacht, dass ich den fünften Platz von 2009 jemals würde toppen können." Partner Hello Max machte das "kleine Wunder von Hamburg" möglich. "Er ist ein grandioser Kämpfer", sagt sein Reiter. "Hello Max hat alles für mich gegeben".

Kraftraubende 17 Hindernisse mit insgesamt 26 Sprüngen und 1230 Meter bewältigten die beiden auf dem traditionsreichen Derbyplatz in Klein-Flottbek, die seit der Premiere 1920 nur marginal verändert wurden. Wall, Pulvermanns Grab, Holsteiner Wegesprünge, Irische Wälle – schon ein fehlerfreier Ritt dort verleiht dem Reiter einen "Adelstitel"; der Sieg gleicht einem "Ritterschlag". In diesem Jahr ließ Paul Schockemöhle, sportlicher Leiter des Turniers, die Stangen sogar fünf Zentimeter höher legen – mit der Folge, dass es im Normalumlauf nicht einen einzigen Nullfehlerritt gab. Aber des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freund, in diesem Fall eben Gilbert Tillmanns. Denn er und Hello Max kassierten zwar zwei Abwürfe – an Sprung 3A und an der Planke nach dem über drei Meter tiefen Wall –, doch mit ihren 162,01 Sekunden lieferten sie die zweitschnellste Runde mit acht Fehlerpunkten. Und weil fast alle Favoriten mehr Fehler machten (14 Paare schieden aus), feierte der 29-Jährige das tollste Ergebnis seiner bisherigen Karriere im Springsattel.

Voll konzentriert zum vierten Platz Foto: Julia Rau

"Der Fehler an 3A war schon ärgerlich", erklärt er. "Der Fehler an der Planke nach dem Wall – das kann schon mal passieren, den haben viele andere auch gehabt." Tillmann gönnt seinem Hello Max jetzt eine wohlverdiente Pause, "vielleicht geht er dann noch ein, zwei Turniere", so der Springreiter, der einer fünften Derby-Teilnahme nicht abgeneigt wäre. "Wenn Hello Max gesund und fit bleibt, dann würde ich wohl noch mal in Hamburg reiten wollen", sagt er. "Hello Max wird wie schon in den vergangenen Jahren bewusst schonend eingesetzt – vielleicht sind wir ja 2012 wieder beim Derby dabei." Allein die Vorbereitung dauert fast ein Jahr – "aber allein die Teilnahme am Derby ist diesen Aufwand wert."

Tillmann reitet im Derby zu Rang vier

VON MAREIKE ROSZINSKY

Mit Freudentränen in den Augenwinkeln bedankte sich Springreiter Gilbert Tillmann gestern bei seinem Pferd Hello Max. Der dunkelbraune Wallach – inzwischen 17 Jahre alt – bescherte dem Grevenbroicher das tollste Ergebnis seiner bisherigen Karriere im Sattel.

Das Paar belegte gestern Nachmittag Platz vier beim Deutschen Springderby in Hamburg. Nach Platz elf 2007, Platz fünf 2009 und dem Drama um den im Parcours gerissenen Zügel im vergangenen Jahr gab es dieses Mal wieder die so ersehnte Schleife im legendären Derby. Dabei sah es zunächst gar nicht nach einer so guten Platzierung aus.

Denn Gilbert Tillmann und Hello Max hatten in dem Kurs mit 26 Sprüngen acht Fehlerpunkte. Weil jedoch kein Paar fehlerfrei ins Ziel kam, 14 sogar ausschieden und Eduard Pulvermanns Parcours seinem Ruf als schwerstem Kurs der Welt wieder einmal voll gerecht wurde, belegte der Hufschmied doch noch Platz vier. Und freute sich dann über die grandiose Leistung seines Hello Max, der "einfach alles gegeben und immer für mich gekämpft hat", so der Grevenbroicher vom RC Gut Neuhaus.

„Gilli“ und Hello Max wieder beim Derby

Pressetext von Mareike Roszinsky - 01.06.2011

Wenn in den kommenden Tagen die heimischen Parcourscracks bei den „Kaarster Springreitertagen 2011“ auf Gut Böckemeshof um goldene Schleifen kämpfen, fällt Szenekennern eines sofort auf: Der Name Tillmann fehlt in allen Starterlisten!
Die gesamte Familie vom Gestüt Gut Neuhaus weilt nämlich in Hamburg. Denn natürlich will sich keiner entgehen lassen, wenn Gilbert Tillmann und sein Erfolgspferd Hello Max zum vierten Mal beim Deutschen Springderby dabei sind. Nach 2007, 2009 und 2010 wagt der Grevenbroicher Hufschmied einen erneuten Versuch im schwersten Parcours der Welt. Bei seiner Derbypremiere landeten „Gilli“ und der schwarzbraune Wallach sensationell auf Platz elf, 2009 wurden sie sogar Fünfte – und der Reiter anschließend zum NGZ-Sportler des Jahres gekürt. Im vergangenen Jahr flossen dann Tränen: Mitten im Parcours – das Paar war auf dem Weg zu einem glänzenden Nullfehlerritt – riss ein Zügel. Der Traum von einer dritten Derby-Schleife war in Bruchteilen von Sekunden geplatzt!

„Ich hatte extra neue Zügel gekauft – diesen Fehler werde ich nicht noch mal machen“, verkündete Gilbert Tillmann damals und das hat er bis heute nicht vergessen. Und so ist eines garantiert nicht im Gepäck des Transporters, mit dem es gestern nach Hamburg ging: neue Zügel!

Gilbert Tillmann und Hello Max (Foto: Wallrafen)


Ziel des 29-Jährigen ist es zunächst, sich überhaupt für das legendäre Derby auf dem Turnierplatz in Klein Flottbek zu qualifizieren. Donnerstag ab sieben Uhr steht das erste Qualifikationsspringen an; Freitag ab 14:10 Uhr das zweite.

Nur die besten Paare dürfen dann am Sonntag ab 14:10 Uhr in den außergewöhnlichsten und schwersten Parcours der Welt galoppieren. Das Deutsche Spring-Derby wird bereits zum 82. Mal ausgetragen. Der legendäre Parcours mit dem berühmt-berüchtigten Wall wurde einst vom passionierten Jagdreiter Eduard Pulvermann gestaltet und gilt bis heute als einer der schwierigsten der Welt. So dauerte es 13 Jahre bis zum ersten fehlerfreien Ritt im Derbypark – 1933 durch Harald Momm. Seitdem wurde der 1.230 Meter lange Parcours in Linienführung und Hindernisgestaltung nur marginal verändert. Wer hier gewinnt, der geht in die Annalen des Springsports ein.

Info: Ergebnisse vom Hamburger Derby gibt es unter www.engarde.de im Internet.

Celine hocherfolgreich in Fontainebleau

Bei Ihrem ersten Auftritt auf internationaler Bühne in Fontainebleau - Frankreich - konnte Celine die beiden 7jährigen Ponys Mungo T und Massaqua T hervorragend in Szene setzen.

War der Sieg am Freitag in der ersten 1. Qualifikation in der Tour für 7jährige Ponys noch knapp ausgefallen, so war die 2. Qualifikation am Samstag eine Demonstration. Denn Mungo T und Celine gewannen diese mit mehr als 8 Sekunden Vorsprung und qualifizierten sich somit souverän für den Grand Prix am Sonntag. Im Umlauf des Grand Prix zeigten Mungo T und Celine abermals ihr Potential und blieben mit der schnellsten Zeit fehlerfrei. Auch im Stechen lieferten die beiden wieder die schnellste Zeit ab, allerdings machte dort ein Abwurf die Siegchance zu nichte so dass die beiden am Ende Platz 3 belegten, womit die beiden überaus zufrieden waren.

In der großen Pony-Tour sattelte Celine den ebenfalls erst 7jährigen Massaqua T. Nach Platz 14 in der 1. Qualifikation am Freitag zeigten die beiden im Grad Prix am Sonntag dann eine sehr gute Leistung und belegten den 7. Platz in dieser schweren Springprüfung.

Erfolgreiches Kreisjugendturnier

Beim diesjährigen Kreisjugendturnier zeigten sich die Reiterinnen und Reiter unseres Vereins in guter Form. Allen voran Celine Tillmann. Sie konnte neben vielen Platzierungen gleich 3 Prüfungen für sich entscheiden und wurde dafür als erfolgreichste Reiterin des Turniers ausgezeichnet.

Spannend ging es vor allen in der Mannschafts-Springprüfung der Klasse L zu. Nachdem es keinem Team gelungen war im Umlauf fehlerfrei zu bleiben, musste der Sieg in einem Stechen entschieden werden. Für die Mannschaft Gut Neuhaus II - bestehend aus Anna Lenz auf Zoe, Joanna Assenmacher auf Quentin und Celine Tillmann auf Lassen bestritt Angelina Wolf auf Kapriool das Stechen und lieferte dort die schnellste fehlerfreie Runde ab. Damit ging der Sieg an Gut Neuhaus, gefolgt von der Mannschaft des gastgebenden Gut Mankartzhof. Die zweite Mannschaft unseres Vereins konnte Platz 4 belegen.

Große Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus

Vom 18.-20.03.2011 finden zum 8. Mal die Gut Neuhaus Indoors statt. Online wurden bereit mehr als 1.300 Nennungen abgegeben.

Alle wichtigen Informationen zur Veranstaltung findet Ihr unter www.gutneuhausindoors.de

Daniela Theelen gewinnt S* mit Siegerrunde

Bereits seit Wochen präsentieren sich Daniela und Ihre Stute Dorgia T, ein Zuchtprodukt von Friedhelm Tillmann, in bestechender Form. Und das dieser Trend anhält bewiesen die beiden beim Turnier in Düsseldorf-Eller. Dort konnten Sie die Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde für sich entscheiden und verwiesen damit ihren Trainer Frederic Tillmann mit Acopiara auf Platz 2.